Entscheidung

Entscheidung Nr. 2008-573 DC vom 8. Januar 2009

Gesetz über die in Artikel 25 der Verfassung vorgesehene Kommission und über die Wahl der Abgeordneten

Der Verfassungsrat ist am 16. Dezember 2008 gemäß Artikel 61 Absatz 2 der Verfassung bezüglich des Gesetzes über die in Artikel 25 der Verfassung vorgesehene Kommission und über die Wahl der Abgeordneten angerufen worden von den Damen und Herren Abgeordneten Jean-Marc AYRAULT, Sylvie ANDRIEUX, Jean-Paul BACQUET, Dominique BAERT, Jean-Pierre BALLIGAND, Gérard BAPT, Claude BARTOLONE, Jacques BASCOU, Christian BATAILLE, Delphine BATHO, Jean-Louis BIANCO, Gisèle BIÉMOURET, Serge BLISKO, Patrick BLOCHE, Daniel BOISSERIE, Jean-Michel BOUCHERON, Marie-Odile BOUILLÉ, Christophe BOUILLON, Monique BOULESTIN, Pierre BOURGUIGNON, Danielle BOUSQUET, François BROTTES, Alain CACHEUX, Jérôme CAHUZAC, Jean-Christophe CAMBADÉLIS, Thierry CARCENAC, Christophe CARESCHE, Martine CARRILLON-COUVREUR, Laurent CATHALA, Bernard CAZENEUVE, Jean-Paul CHANTEGUET, Alain CLAEYS, Jean-Michel CLÉMENT, Marie-Françoise CLERGEAU, Gilles COCQUEMPOT, Pierre COHEN, Catherine COUTELLE, Pascale CROZON, Frédéric CUVILLIER, Claude DARCIAUX, Pascal DEGUILHEM, Michèle DELAUNAY, Guy DELCOURT, Michel DELEBARRE, Bernard DEROSIER, Michel DESTOT, Marc DOLEZ, Julien DRAY, Tony DREYFUS, Jean-Pierre DUFAU, William DUMAS, Laurence DUMONT, Jean-Paul DUPRÉ, Yves DURAND, Odette DURIEZ, Philippe DURON, Olivier DUSSOPT, Christian ECKERT, Henri EMMANUELLI, Corinne ERHEL, Laurent FABIUS, Albert FACON, Hervé FÉRON, Aurélie FILIPPETTI, Pierre FORGUES, Valérie FOURNEYRON, Michel FRANÇAIX, Jean-Claude FRUTEAU, Jean-Louis GAGNAIRE, Geneviève GAILLARD, Guillaume GAROT, Jean GAUBERT, Jean-Patrick GILLE, Jean GLAVANY, Daniel GOLDBERG, Gaëtan GORCE, Pascale GOT, Marc GOUA, Jean GRELLIER, Elisabeth GUIGOU, David HABIB, Danièle HOFFMAN-RISPAL, François HOLLANDE, Monique IBORRA, Michel ISSINDOU, Serge JANQUIN, Régis JUANICO, Armand JUNG, Marietta KARAMANLI, Conchita LACUEY, Jérôme LAMBERT, François LAMY, Jean LAUNAY, Jean-Yves LE BOUILLONNEC, Gilbert LE BRIS, Jean-Yves LE DÉAUT, Jean-Marie LE GUEN, Bruno LE ROUX, Marylise LEBRANCHU, Michel LEFAIT, Catherine LEMORTON, Annick LEPETIT, Jean-Claude LEROY, Michel LIEBGOTT, Martine LIGNIÈRES-CASSOU, François LONCLE, Jean MALLOT, Louis-Joseph MANSCOUR, Marie-Lou MARCEL, Jean-René MARSAC, Philippe MARTIN, Martine MARTINEL, Frédérique MASSAT, Gilbert MATHON, Didier MATHUS, Sandrine MAZETIER, Michel MÉNARD, Kléber MESQUIDA, Jean MICHEL, Didier MIGAUD, Arnaud MONTEBOURG, Pierre MOSCOVICI, Pierre-Alain MUET, Philippe NAUCHE, Henri NAYROU, Alain NÉRI, Marie-Renée OGET, Françoise OLIVIER-COUPEAU, George PAU-LANGEVIN, Christian PAUL, Jean-Luc PÉRAT, Jean-Claude PÉREZ, Marie-Françoise PÉROL-DUMONT, Philippe PLISSON, Jean-Jack QUEYRANNE, Dominique RAIMBOURG, Marie-Line REYNAUD, Alain RODET, Bernard ROMAN, René ROUQUET, Alain ROUSSET, Patrick ROY, Michel SAINTE-MARIE, Michel SAPIN, Odile SAUGUES, Christophe SIRUGUE, Pascal TERRASSE, Marisol TOURAINE, Jean-Louis TOURAINE, Jean-Jacques URVOAS, Daniel VAILLANT, Jacques VALAX, André VALLINI, Manuel VALLS, Michel VAUZELLE, Michel VERGNIER, André VÉZINHET, Alain VIDALIES, Jean-Michel VILLAUMÉ, Philippe VUILQUE, Chantal BERTHELOT, Gérard CHARASSE, René DOSIÈRE, Paul GIACOBBI, Christian HUTIN, Serge LETCHIMY, Albert LIKUVALU, Jeanny MARC, Martine PINVILLE, Simon RENUCCI, Chantal ROBIN-RODRIGO, Marcel ROGEMONT und Christiane TAUBIRA,

sowie am selben Tag von den Damen und Herren Senatoren Jean-Pierre BEL, Serge ANDREONI, Bernard ANGELS, Alain ANZIANI, Bertrand AUBAN, Claude BÉRIT-DÉBAT, Marie-Christine BLANDIN, Maryvonne BLONDIN, Yannick BODIN, Alima BOUMEDIENE-THIERY, Bernadette BOURZAI, Michel BOUTANT, Nicole BRICQ, Jean-Pierre CAFFET, Françoise CARTRON, Bernard CAZEAU, Yves CHASTAN, Jacqueline CHEVÉ, Pierre-Yves COLLOMBAT, Yves DAUDIGNY, Jean-Pierre DEMERLIAT, Claude DOMEIZEL, Josette DURRIEU, Alain FAUCONNIER, Jean-Claude FRÉCON, Bernard FRIMAT, Charles GAUTIER, Didier GUILLAUME, Claude HAUT, Edmond HERVÉ, Odette HERVIAUX, Annie JARRAUD-VERGNOLLE, Bariza KHIARI, Yves KRATTINGER, Serge LAGAUCHE, Jacky LE MENN, Raymonde LE TEXIER, André LEJEUNE, Claudine LEPAGE, Roger MADEC, Philippe MADRELLE, François MARC, Gérard MIQUEL, Jean-Jacques MIRASSOU, Jean-Marc PASTOR, Georges PATIENT, François PATRIAT, Jean-Claude PEYRONNET, Gisèle PRINTZ, Daniel RAOUL, François REBSAMEN, Thierry REPENTIN, Roland RIES, Patricia SCHILLINGER, Michel SERGENT, Jean-Pierre SUEUR, Catherine TASCA, René TEULADE, André VANTOMME und Richard YUNG.

DER VERFASSUNGSRAT,

Unter Bezugnahme auf die Verfassung in der Fassung durch das Verfassungsgesetz Nr. 2008-724 vom 23. Juli 2008, Gesetz zur Modernisierung der Institutionen der V. Republik;

Unter Bezugnahme auf die geänderte gesetzesvertretende Verordnung Nr. 58-1067 vom 7. November 1958, Verfassungsergänzungsgesetz über den Verfassungsrat;

Unter Bezugnahme auf das Verfassungsergänzungsgesetz zur Anwendung von Artikel 25 der Verfassung, welches vom Parlament am 11. Dezember 2008 verabschiedet worden ist;

Unter Bezugnahme auf das Wahlgesetzbuch;

Unter Bezugnahme auf das Gesetz Nr. 86-1197 vom 24. November 1986 über die Festlegung der Wahlkreise für die Wahl der Abgeordneten;

Unter Bezugnahme auf das Dekret Nr. 2008-1477 vom 30. Dezember 2008, welche die Bevölkerungszahlen in Frankreich, den Übersee-Departements, auf Saint-Barthélémy, Saint-Martin und Saint-Pierre-et-Miquelon beurkundet;

Unter Bezugnahme auf die Stellungnahme der Regierung, eingetragen am 23. Dezember 2008;

Nachdem der Berichterstatter gehört worden ist;

  1. In Erwägung dessen, dass die antragstellenden Abgeordneten und Senatoren dem Verfassungsrat das Gesetz über die in Artikel 25 der Verfassung vorgesehene Kommission und über die Wahl der Abgeordneten zur Prüfung vorlegen; dass sie die Verfassungsmäßigkeit der Artikel 1 bis 3 des Gesetzes in Frage stellen;
  • ÜBER DEN ARTIKEL 1:
  1. In Erwägung dessen, dass Artikel 1 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes in das Wahlgesetzbuch die Artikel L. 567-1 bis L. 567-8 einfügt, welche bezüglich der in Artikel 25 Absatz 3 der Verfassung vorgesehenen Kommission die Vorschriften für ihre Zusammensetzung, die Ernennung ihrer Mitglieder, sowie für die Dauer und die Bedingungen der Ausübung dieses Amtes festlegen; dass diese Artikel des weiteren die Voraussetzungen bestimmen, gemäß denen diese Kommission angerufen wird und zu den ihr vorgelegten Textentwürfen und Gesetzesvorschlägen Stellung nimmt;

  2. In Erwägung dessen, dass die Zusammensetzung der Kommission nach Auffassung der Antragsteller das in Artikel 25 der Verfassung enthaltene Gebot der Unabhängigkeit, sowie den in Artikel 4 der Verfassung verankerten „Grundsatz pluralistischer Vertretung“ missachten; dass sie vortragen, die Hälfte der Mitglieder der Kommission - unter ihnen auch ihr Vorsitzender - würden von Amtsträgern mit derselben politischen Einstellung ernannt werden; dass sie geltend machen, dass, in Anbetracht der dieser Kommission übertragenen Aufgabe, das Gesetz eine angemessene Beteiligung der im Parlament vertretenen Parteien und politischen Gruppierungen hätte vorsehen müssen; dass nach Ansicht der antragstellenden Abgeordneten aus diesem Grund ein Sitz innerhalb dieser Kommission der Opposition hätte vorbehalten sein müssen, und nach Auffassung der antragstellenden Senatoren die Opposition das Recht zur Ernennung mindestens eines Kommissionsmitglieds hätte haben müssen;

  • Bezüglich der Unabhängigkeit der von Artikel 25 der Verfassung vorgesehenen Kommission:
  1. In Erwägung dessen, dass der dritte Absatz von Artikel 25 der Verfassung die Einrichtung einer „unabhängigen Kommission“ vorsieht; dass diese ständige Kommission mit der Aufgabe betraut ist, bei jedem Textentwurf und jedem Gesetzesvorschlag zur Einteilung der Wahlkreise für die Wahl der Abgeordneten oder zur Änderung der Verteilung der Sitze der Abgeordneten oder Senatoren eine Stellungnahme abzugeben; dass es dem Verfassungsrat obliegt zu prüfen, dass der Gesetzgeber, als er die Vorschriften für die Zusammensetzung, den Aufbau und die Arbeitsweise der Kommission festgesetzt hat, diese Vorschrift über die Unabhängigkeit der Kommission nicht durch unzureichende gesetzliche Gewährleistungen verletzt hat;

  2. In Erwägung dessen, dass, erstens, gemäß dem Wortlaut von Artikel 1 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes die Kommission sich zur Hälfte aus folgenden Personen zusammensetzt: „4. Ein Mitglied des Staatsrates, von der Amtsbezeichnung her mindestens Richter des Staatsrates, gewählt vom Plenum des Staatsrates; 5. Ein Mitglied des Kassationsgerichtshofes, von der Amtsbezeichnung her mindestens Richter am Kassationsgerichtshof, gewählt vom Plenum des Kassationsgerichtshofes; 6. Ein Mitglied des Rechnungshofes, von der Amtsbezeichnung her mindestens Hauptrichter, gewählt vom Plenum des Rechnungshofes“; dass der Gesetzgeber die Ernennung eines Mitglieds des Staatsrates und je eines Richters des Kassationsgerichtshofes und des Rechnungshofes, welche von der Amtsbezeichnung her mindestens Richter des Staatsrates, Richter am Kassationsgerichtshof bzw. Hauptrichter sind, hat vorsehen wollen; dass jedoch die der Kommission anerkannte Unabhängigkeit nach dem Willen des Gesetzgebers selbst zur Folge hat, dass die vom Staatsrat, dem Kassationsgerichtshof und dem Rechnungshof ernannten Kommissionsmitglieder ausschließlich von denjenigen Amtsträgern gewählt werden dürfen, die zum Zeitpunkt der Wahl, tatsächlich Dienst innerhalb ihrer Laufbahngruppe leisten;

  3. In Erwägung dessen, dass, zweitens, gemäß Artikel L. 567-2 des Wahlgesetzbuches die Mitglieder der Kommission für die Dauer von sechs Jahren ernannt werden, ohne die Möglichkeit, wiedergewählt zu werden; dass ausschließlich die Kommission „ein Mitglied vorübergehend oder endgültig seines Amtes entheben kann, wenn sie durch einstimmigen Beschluss der übrigen Mitglieder feststellt, dass für das betreffende Mitglied eine Ämterunvereinbarkeit besteht, es an der Ausübung seiner Aufgaben verhindert ist oder es seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist“; dass Artikel L. 567-3 desselben Gesetzbuches zum einen die Tätigkeit als Mitglied der Kommission für unvereinbar mit der Ausübung jeglichen Wahlmandats, welches in den Anwendungsbereich des Wahlgesetzbuches fällt, erklärt und zum anderen es den Kommissionsmitgliedern im Rahmen der Ausübung ihrer Aufgaben untersagt, Weisungen von jeglicher Stelle zu erhalten; dass sein Artikel L. 567-5 es verbietet, den Inhalt der Beratungen, Abstimmungen und internen Arbeitsunterlagen zu enthüllen; dass schließlich in Anwendung von Artikel L. 567-8 der Vorsitzende der Kommission berechtigt ist, Zahlungsanweisungen für die Kommission auszustellen und letztere darüber hinaus nicht der Anwendung des Gesetzes vom 10. August 1922 bezüglich der Ausgestaltung der Überprüfung angeordneter Ausgaben unterliegt; dass diese Bestimmungen dazu geeignet sind, die Unabhängigkeit der von Artikel 25 der Verfassung vorgesehenen beratenden Kommission zu gewährleisten;

  • Bezüglich der auf Verletzung der „Gewährleistungen des politischen Pluralismus“ gestützten Rüge:
  1. In Erwägung dessen, dass Artikel 4 Absatz 3 der Verfassung lautet: „Das Gesetz garantiert die pluralistische Meinungsäußerung und die ausgewogene Mitwirkung der Parteien und politischen Gruppierungen am demokratischen Leben der Nation“;

  2. In Erwägung dessen, dass gemäß den Artikeln L.O. 567-9 und L. 567-1 des Wahlgesetzbuches die qualifizierten Persönlichkeiten, welche die Kommission bilden und aufgrund ihrer juristischen oder wissenschaftlichen Erfahrung oder ihres Fachwissens im Bereich der Wahlgesetzgebung geeignet sind, ausgewählt zu werden, vom Präsidenten der Republik, dem Präsidenten der Nationalversammlung bzw. dem Präsidenten des Senats nach Stellungnahme der zuständigen Ausschüsse ernannt werden; dass eine Ernennung nicht stattfinden kann, wenn die ablehnenden Stimmen mindestens drei Fünftel der in diesen Ausschüssen abgegebenen Stimmen ausmachen;

  3. In Erwägung dessen, dass die von Artikel 25 der Verfassung vorgesehene Kommission mit der Aufgabe betraut ist, auf die Einhaltung des Gebots der Gleichheit aller Bürger bei den Wahlen zu achten; dass sie nach dem Willen des Verfassungsgebers mit einer unabhängigen Rechtsstellung versehen ist; dass wenngleich die Einteilung der Wahlkreise für die Wahl der Abgeordneten, sowie die Änderung der Verteilung der Sitze der Abgeordneten oder Senatoren eine Mitwirkung am demokratischen Leben der Nation darstellen, so verbieten es die Garantie der Unabhängigkeit und die Vorschriften zur Ämterunvereinbarkeit, die in Artikel L. 567-3 des Wahlgesetzbuches enthalten sind, dass die Parteien oder die politischen Gruppierungen mittelbar oder unmittelbar in der Kommission vertreten sind; dass daher die Rüge, die Zusammensetzung der Kommission verstoße gegen Artikel 4 Absatz 3 der Verfassung verworfen werden muss;

  4. In Erwägung dessen, dass aus den bisherigen Ausführungen und unter dem in der Erwägung 5 zum Ausdruck gebrachten Vorbehalt folgt, dass Artikel 1 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes nicht gegen die Artikel 4 und 25 der Verfassung verstößt;

  • ÜBER DEN ARTIKEL 2:
  1. In Erwägung dessen, dass Artikel 2 Absatz I des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes es der Regierung gestattet, auf dem Wege von gesetzesvertretenden Rechtsverordnungen zum einen die Festlegung der Gesamtzahl der Abgeordneten, die von den außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen gewählt werden, sowie die Neubearbeitung der Verteilung der Abgeordnetensitze, die in den Departements, Neukaledonien und den überseeischen Gebietskörperschaften gewählt werden, und zum anderen die Neubearbeitung der Einteilung, für die Wahlen zum Parlament, der Wahlkreise in diesen Gebietskörperschaften sowie der Wahlkreise für die im Ausland ansässigen Franzosen durchzuführen; dass der Absatz II dieses Artikels die Vorschriften enthält, welche die Regierung bei der Umsetzung des Absatzes I binden;
  • Bezüglich der Anhörung der vom letzten Absatz des Artikels 25 der Verfassung geschaffenen Kommission:
  1. In Erwägung dessen, dass die Antragsteller die Rüge vortragen, diese Bestimmungen seien nicht der unabhängigen Kommission vorgelegt worden, welche vom letzten Absatz des Artikels 25 der Verfassung vorgesehen und vom am selben Tage wie das zur Prüfung vorgelegte Gesetz durch ein Verfassungsergänzungsgesetz geschaffen worden ist; dass sie vortragen, diese Unterlassung stelle einen Verfahrensmissbrauch dar;

  2. In Erwägung dessen, dass Artikel 25 Absatz 3 der Verfassung lautet: „Eine unabhängige Kommission […] gibt eine öffentliche Stellungnahme zu den Textentwürfen und Gesetzesvorschlägen betreffend die Festlegung der Wahlkreise für die Wahl der Abgeordneten oder die Änderung der Sitzverteilung von Abgeordneten oder Senatoren ab“; dass Artikel 2 Absatz I des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes welcher es der Regierung erlaubt, dies auf dem Wege gesetzesvertretender Rechtsverordnungen durchzuführen, selbst keine solche Festlegungen oder Änderungen durchführt; dass der Absatz II, welcher die allgemeine Verfahrensweise für die Einteilung der Wahlkreise und die Verteilung der Sitze festlegt, ebenfalls nicht besagter Kommission die Möglichkeit vorenthält, sachdienliche Stellungnahmen zu ihr vorgelegten Vorhaben gesetzesvertretender Rechtsverordnungen abzugeben; dass daher die Vorschriften des Artikels 2 nicht in die Kategorie von Vorhaben von Rechtstexten fallen, für welche die Anrufung der Kommission zwingend vorgeschrieben ist;

  3. In Erwägung dessen, dass es im Ermessensspielraum des Gesetzgebers lag, im Rahmen desselben Gesetzes die Vorschriften für die Zusammensetzung, den Aufbau und die Arbeitsweise besagter Kommission, sowie die Bestimmungen zur Ermächtigung der Regierung zur Aufteilung der Gesamtzahl der Abgeordnetensitze und zur Festlegung der Wahlkreise für die Parlamentswahlen zu verabschieden; dass folglich die auf einen Verfahrensmissbrauch gestützte Rüge zurückgewiesen werden muss;

  • Bezüglich der Rüge, der Gesetzgeber habe seine eigene Zuständigkeit verkannt, sowie bezüglich der auf die Verletzung von Artikel 4 der Verfassung gestützten Rüge:
  1. In Erwägung dessen, dass nach Ansicht der Antragsteller die der Regierung von Artikel 2 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes erteilte Ermächtigung die demokratische Tradition missachtet, nach welcher die Einteilung der Wahlkreise nur durch das Gesetz vorgenommen werden dürfe; dass sie insbesondere die Auffassung vertreten, Artikel 34 der Verfassung - diesbezüglich von Artikel 4 verstärkt - verbiete es dem Gesetzgeber, die Regierung zu ermächtigen, durch gesetzesvertretende Rechtsverordnungen zum einen ohne vorgegebene Kriterien die Anzahl der Abgeordneten zur Vertretung der außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen festzulegen und zum anderen die Verteilung der Gesamtzahl an Abgeordneten auf die Departements, die überseeischen Gebietskörperschaften und die Wahlkreise für die im Ausland ansässigen Franzosen durchzuführen;

  2. In Erwägung dessen, dass, erstens, gemäß Artikel 38 der Verfassung die Regierung zur Umsetzung ihres Regierungsprogramms das Parlament um die Ermächtigung ersuchen kann, für einen begrenzten Zeitraum und im Rahmen der in Absatz 2 dieses Artikels vorgesehenen Bedingungen, durch gesetzesvertretende Rechtsverordnungen Maßnahmen zu beschließen, welche normalerweise in den Zuständigkeitsbereich des Gesetzes fallen; dass zu den gemäß Artikel 34 der Verfassung zum Zuständigkeitsbereich des Gesetzes gehörenden Sachgebieten die Festlegung der Vorschriften für das Wahlsystem der beiden Kammern des Parlaments gehört; dass die Aufteilung der Anzahl der Abgeordnetensitze bis zu der in Artikel L.O. 119 des Wahlgesetzbuches in der Fassung durch das Verfassungsergänzungsgesetz vom 11. Dezember 2008 festgelegten Obergrenze Bestandteil dieses Wahlsystems ist; dass es im übrigen nicht möglich ist, sich auf die demokratische Tradition zu berufen, um die Behauptung zu vertreten, eine ihr entgegenlaufende Gesetzesbestimmung sei verfassungswidrig, es sei denn, diese Tradition hätte zur Schöpfung eines im Sinne des Absatzes 1 der Präambel der Verfassung vom 27. Oktober 1946 wesentlichen Grundsatzes, der durch die Gesetze der Republik anerkannt ist, geführt; dass dem von den Antragstellern vorgetragenen Grundsatz, welcher sich aus keiner vor Inkrafttreten der Verfassung von 1946 verabschiedeten Gesetzesvorschrift ergibt, ohnehin die Verfassung vom 4. Oktober 1958 ausdrücklich entgegensteht;

  3. In Erwägung dessen, dass folglich, ohne dass sich daraus eine Verletzung von Artikel 4 der Verfassung ergibt, Artikel 38 der Verfassung es dem Gesetzgeber erlaubt, die Regierung zu ermächtigen, durch gesetzesvertretende Rechtsverordnungen die Zahl der von den außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen gewählten Abgeordneten festzulegen und die Anzahl der Abgeordneten auf die Departments, die überseeischen Gebietskörperschaften, Neukaledonien und die Wahlkreise für die außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen zu verteilen;

  4. In Erwägung dessen, dass, zweitens, wenngleich Artikel 38 der Verfassung die Regierung verpflichtet, zur Rechtfertigung der von ihr beantragten Ermächtigung gegenüber dem Parlament genau anzugeben, welchen Zweck die von ihr durch gesetzesvertretende Rechtsverordnungen vorgesehenen Maßnahmen verfolgen und in welchem Bereich diese Verordnungen erlassen werden sollen, so legt er der Regierung nicht die Verpflichtung auf, dem Parlament den genauen Inhalt der aufgrund dieser Ermächtigung erlassenen gesetzesvertretenden Verordnungen anzugeben; dass im gegenwärtigen Fall die Vorschriften von Gesetzesrang, welche den Gegenstand der Ermächtigung bilden, sowie die Bedingungen, unter denen sie auf dem Wege gesetzesvertretender Rechtsverordnungen erlassen werden werden, hinreichend genau bestimmt sind;

  5. In Erwägung dessen, dass aus diesen Ausführungen folgt, dass die Rüge, der Gesetzgeber habe die Reichweite seiner eigenen Zuständigkeit verkannt, verworfen werden muss;

  • Bezüglich des Gebotes der Gleichheit aller Bürger bei den Wahlen:
  1. In Erwägung dessen, dass Artikel 1 der Verfassung bestimmt: „[Die Republik] gewährleistet die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz ohne Unterschied der Herkunft, Rasse oder Religion“; dass Artikel 3 Absatz 1 der Verfassung vorschreibt: „Die nationale Souveränität liegt beim Volke, das sie durch seine Vertreter und durch Volksentscheid ausübt“ und der dritte Absatz dieses Artikels lautet: „[Die Wahl] ist immer allgemein, gleich und geheim“; dass Artikel 24 Absatz 3 der Verfassung lautet: „Die Abgeordneten der Nationalversammlung […] werden in unmittelbarer Wahl gewählt“;

  2. In Erwägung dessen, dass aus diesen Bestimmungen folgt, dass die Nationalversammlung, welche in unmittelbarer Wahl gewählt wird, hauptsächlich auf der Grundlage demographischer Kriterien und aufgrund einer Aufteilung der Gesamtzahl der Abgeordnetensitze, sowie einer Festlegung der Wahlkreise gewählt wird, welche bestmöglich die Gleichheit aller Wähler achtet; dass, wenngleich es dem Gesetzgeber möglich ist, zwingende Erwägungen des Allgemeininteresses zu berücksichtigen, welche die Reichweite dieser Regel von grundsätzlichem Charakter einschränken können, so darf er dies jedoch nur in eingeschränktem Maße tun;

  3. In Erwägung dessen, dass, erstens, Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 1 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes vorsieht, dass die Einteilung der Wahlkreise für Parlamentswahlen im wesentlichen auf der Grundlage demographischer Kriterien umgesetzt wird, vorbehaltlich der durch ein Allgemeininteresse gerechtfertigten Anpassungen, „insbesondere aufgrund der Entwicklung der Bevölkerungszahlen bzw. der in den Wählerverzeichnissen eingetragenen Bürger“; dass diese Vorschrift, welche es erlaubt, die demographische Grundlage, aufgrund derer die Anzahl der Abgeordnetensitze aufgeteilt wird, je nach Wahlkreis auf verschiedene Art und Weise zu bestimmen, den Grundsatz der Gleichheit aller Bürger bei Wahlen verletzt; dass sich daraus ergibt, dass die der Regierung auf der Grundlage des Artikels 38 der Verfassung erteilte Ermächtigung zum Zwecke der Durchführung, unter den vorgennannten Voraussetzungen, solcher Anpassungen bei der Einteilung der Wahlkreise für verfassungswidrig erklärt werden muss;

  4. In Erwägung dessen, dass, zweitens, Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 2 bestimmt: „Für jedes Departement darf die Anzahl der Abgeordneten nicht geringer als zwei sein“; dass die Gesamtzahl der Abgeordneten, welche gemäß Artikel 24 der Verfassung fünfhundertsiebenundsiebzig nicht überschreiten darf, vom am 11. Dezember 2008 verabschiedeten Verfassungsergänzungsgesetz auf genau diese Zahl festgesetzt worden ist; dass der letzte Absatz von Artikel 24 der Verfassung darüber hinaus vorschreibt, dass diese Zahl die Vertreter der außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen in der Nationalversammlung einschließt; dass daher im Vergleich zur Einteilung der Wahlkreise für die Wahl der Abgeordneten durch das oben genannte Gesetz vom 24. November 1986, die Gesamtzahl der in den Departments gewählten Abgeordneten herabgesetzt werden muss, obwohl die Bevölkerungszahl in allen Departements, beglaubigt durch das oben genannte Dekret vom 30. Dezember 2008, um mehr als 7.600.000 Menschen gestiegen ist; dass somit, in Anbetracht der erheblichen Änderungen der rechtlichen wie der tatsächlichen Bedingungen, die Beibehaltung eines Minimums von zwei Abgeordneten je Departement nicht mehr durch eine zwingende Notwendigkeit von Allgemeininteresse gerechtfertigt ist, welche geeignet wäre, die Tragweite der Regel von grundsätzlicher Bedeutung, nach der die Nationalversammlung hauptsächlich auf der Basis demographischer Kriterien gewählt werden soll, abzumildern; dass die genannten Bestimmungen aus diesem Grunde für verfassungswidrig erklärt werden müssen;

  5. In Erwägung dessen, dass des weiteren die Abgeordneten der überseeischen Gebietskörperschaften, welche in den Anwendungsbereich des Artikels 74 der Verfassung fallen, ebenfalls auf der Grundlage hauptsächlich demographischer Kriterien zu wählen sind; dass keine zwingende Notwendigkeit von Allgemeininteresse vorschreibt, jede überseeische Gebietskörperschaft müsse mindestens einen Wahlkreis darstellen; dass dies bei Gebietskörperschaften mit sehr geringer Bevölkerung nur höchstens dann anders sein kann, wenn sie besonders weit von einem überseeischen Department oder einer anderen überseeischen Gebietskörperschaft entfernt liegen;

  6. In Erwägung dessen, dass, drittens, Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 3 zum einen bestimmt: „Außer in durch geographische oder demographische Gründe gerechtfertigten Ausnahmefällen bestehen die Wahlkreise aus einem zusammenhängenden Gebiet“ und zum anderen weiter lautet: „Für die Wahl eines Abgeordneten in einem Departement gehören vollständig zum selben Wahlkreis: jede Gemeinde deren Bevölkerung weniger als 5.000 Einwohner beträgt, sowie jeder Bezirk, welcher durch ein zusammenhängendes Gebiet gebildet wird, dessen Bevölkerung weniger als 40.000 Einwohner beträgt und der außerhalb der Wahlkreise der Gemeinden Paris, Lyon und Marseille liegt“; dass schließlich Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 4 zur Berücksichtigung zwingender Notwendigkeiten des Allgemeininteresses eine Abweichung der Bevölkerungszahlen zwischen Wahlkreisen bis zu einer Höhe von 20% im Vergleich zur durchschnittlichen Bevölkerungszahl der Wahlkreise des Departements, der in den Anwendungsbereich von Artikel 74 der Verfassung fallenden überseeischen Gebietskörperschaft oder Neukaledoniens erlaubt;

  7. In Erwägung dessen, dass für sich genommen keine dieser drei Bestimmungen gegen die Verfassung verstößt; dass die beiden ersten sachdienlich zur Gewährleistung der Gleichheit aller Bürger bei den Wahlen Verwendung finden können; dass sie allerdings durch ihre kombinierte Anwendung oder durch die konkreten Voraussetzungen für ihre Anwendung zu willkürlichen Wahlkreiseinteilungen oder zu Situationen führen könnten, in denen das Gleichheitsgebot verletzt wäre; dass daher die Möglichkeit, einen Wahlkreis ohne zusammenhängendes Gebiet zu schaffen, die Möglichkeit, bestimmte kommunale oder Bezirksgrenzen nicht zu berücksichtigen, wenn die genannten Voraussetzungen dies gestatten, sowie die Umsetzung der in Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 4 genannten maximalen Abweichung auf Ausnahmefälle mit besonderer Rechtfertigung beschränkt bleiben müssen; dass diese Möglichkeiten nur in begrenztem Maße und im Einzelfall aufgrund einer genau bezeichneten zwingenden Notwendigkeit allgemeinen Interesses Anwendung finden dürfen; dass ihre Umsetzung streng verhältnismäßig zum verfolgten Zweck sein muss; dass jede andere Auslegung verfassungswidrig wäre;

  8. In Erwägung dessen, dass, viertens, Artikel 2 Absatz II Punkt 4 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes lautet: „Die Berechnung der Anzahl Franzosen, die in jedem fremden Land ansässig sind, berücksichtigt die Daten, welche in jedem Konsularbezirk im Register der außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen eingetragen sind“; dass die Regel von grundsätzlicher Bedeutung nach welcher die Nationalversammlung auf der Grundlage hauptsächlich demographischer Kriterien zu wählen ist, vorschreibt, dass die Festsetzung der Anzahl der Abgeordneten und die Einteilung der Wahlkreise auf der Grundlage der Gesamtheit der eingetragenen Bevölkerung erfolgen;

  9. In Erwägung dessen, dass, fünftens, Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 3 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes bestimmt: „Für die Wahl eines Abgeordneten, welcher von den außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen gewählt wird, gilt jeder Wahlkreis, der in der Tabelle Nr. 2 im Anhang von Artikel 3 des Gesetzes Nr. 82-471 vom 7. Juni 1982 über die Versammlung der Auslandsfranzosen aufgeführt ist, als zu ein und demselben Wahlkreis gehörig, sofern dieser Wahlkreis sich nicht über Gebiete erstreckt, die zu weit voneinander entfernt liegen“; dass, vorbehaltlich Ausnahmen, die durch geographische Erwägungen besonders gerechtfertigt sind, das Gebot, nach dem die Nationalversammlung hauptsächlich nach demographischen Kriterien zu wählen ist, bedeutet, dass die Einteilung der Wahlkreise den maximal zulässigen Unterschied zwischen der Bevölkerungszahl eines jeden Wahlkreises und der durchschnittlichen Bevölkerungszahl berücksichtigt, welcher von Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 4 des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes für die Departements, die in den Anwendungsbereich von Artikel 74 der Verfassung fallenden überseeischen Gebietskörperschaften und Neukaledonien vorgesehen ist;

  • ÜBER DEN ARTIKEL 3:
  1. In Erwägung dessen, dass die Antragsteller den Artikel 3 Absatz I des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes rügen, welcher vorsieht, dass die Abgeordneten, welche die außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen vertreten, nach absoluter Persönlichkeitswahl mit zwei Wahlgängen gewählt werden sollen; dass sie die Auffassung vertreten, dass, aufgrund der Besonderheit des vertretenen Gebietes, diese Bestimmung in Anbetracht des Gebotes der Gleichheit aller Bürger bei den Wahlen einem offensichtlichen Beurteilungsirrtum unterliegt;

  2. In Erwägung dessen, dass, obwohl das Gleichheitsgebot grundsätzlich zu der Verpflichtung führt, Personen, die sich in der gleichen Situation befinden, auch gleich zu behandeln, so bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es gebietet, Personen, die sich in verschiedenen Situation befinden, verschieden zu behandeln; dass darüber hinaus, die Abgeordneten, welche die außerhalb Frankreichs ansässigen Franzosen vertreten, genauso wie alle übrigen Abgeordneten und Senatoren, im Parlament die gesamte Nation und nicht bloß die Bevölkerung ihres Wahlkreises vertreten; dass die Bestimmungen des Artikels 3 Absatz I des zur Prüfung vorgelegten Gesetzes, welche sich darauf beschränken, vorzusehen, dass diese Abgeordneten nach dem selben Wahlmodus gewählt werden sollen wie die auf dem Staatsgebiet der Republik gewählten Abgeordneten, kein Gebot von Verfassungsrang verletzen;

  3. In Erwägung dessen, dass für den Verfassungsrat kein Anlass besteht, von Amts wegen weiteren Fragen, welche die Verfassungsmäßigkeit des vorgelegten Gesetzes betreffen, nachzugehen,

ENTSCHEIDET:

Artikel 1 - Es werden für verfassungswidrig erklärt:

  • Die Worte „insbesondere aufgrund der Entwicklung der Bevölkerungszahlen bzw. der in den Wahlverzeichnissen eingetragenen Bürger“ aus dem Artikel 2 Absatz II Punkt 1 Absatz 1 des Gesetzes über die in Artikel 25 der Verfassung vorgesehene Kommission und über die Wahl der Abgeordneten, sowie
  • der zweite Absatz von Punkt 1 des Absatzes 2 desselben Artikels 2.

Artikel 2 - Unter den in den Erwägungen 5, 24, 26, 27 und 28 zum Ausdruck gebrachten Vorbehalten sind der übrige Wortlaut des Artikels 2, sowie die Artikel 1 und 3 desselben Gesetzes sind nicht verfassungswidrig.

Artikel 3 - Diese Entscheidung wird im Amtsblatt der Französischen Republik veröffentlicht.

Beschlossen durch den Verfassungsrat in seiner Sitzung vom 8. Januar 2009, an der teilgenommen haben die Damen und Herren Jean-Louis DEBRÉ, Präsident, Guy CANIVET, Jacques CHIRAC, Renaud DENOIX de SAINT MARC, Olivier DUTHEILLET de LAMOTHE, Valéry GISCARD d'ESTAING, Jacqueline de GUILLENCHMIDT, Pierre JOXE, Jean-Louis PEZANT, Dominique SCHNAPPER und Pierre STEINMETZ.

À voir aussi sur le site : Communiqué de presse, Commentaire, Dossier documentaire, Projet de loi adopté le 11 décembre 2008 (T.A. n° 22), Dossier complet sur le site de l'Assemblée nationale, Dossier complet sur le site du Sénat, Saisine par 60 sénateurs, Saisine par 60 députés, Observations du gouvernement, Références doctrinales.