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Entscheidung Nr. 2011-632 DC vom 23. Juni 2011

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Gesetz zur Festlegung der Anzahl der Gebietsräte in jedem Departement und jeder Region

Der Verfassungsrat ist am 10. Juni 2011 gemäß Artikel 61 Absatz 2 der Verfassung bezüglich des Gesetzes zur Festlegung der Anzahl der Gebietsräte in jedem Departement und jeder Region angerufen worden von den Damen und Herren Abgeordneten Jean-Marc AYRAULT, Patricia ADAM, Sylvie ANDRIEUX, Jean-Paul BACQUET, Dominique BAERT, Jean-Pierre BALLIGAND, Gérard BAPT, Claude BARTOLONE, Jacques BASCOU, Chantal BERTHELOT, Patrick BLOCHE, Marie-Odile BOUILLÉ, Christophe BOUILLON, Monique BOULESTIN, Pierre BOURGUIGNON, Danielle BOUSQUET, Alain CACHEUX, Thierry CARCENAC, Laurent CATHALA, Guy CHAMBEFORT, Jean-Paul CHANTEGUET, Jean-Michel CLÉMENT, Marie-Françoise CLERGEAU, Pierre COHEN, Catherine COUTELLE, Pascale CROZON, Claude DARCIAUX, Pascal DEGUILHEM, Guy DELCOURT, Michel DELEBARRE, Bernard DEROSIER, Michel DESTOT, René DOSIÈRE, Julien DRAY, Jean-Pierre DUFAU, William DUMAS, Laurence DUMONT, Philippe DURON, Olivier DUSSOPT, Christian ECKERT, Henri EMMANUELLI, Albert FACON, Martine FAURE, Hervé FÉRON, Aurélie FILIPPETTI, Geneviève FIORASO, Pierre FORGUES, Valérie FOURNEYRON, Michel FRANÇAIX, Jean-Louis GAGNAIRE, Geneviève GAILLARD, Guillaume GAROT, Jean GAUBERT, Catherine GÉNISSON, Jean-Patrick GILLE, Annick GIRARDIN, Joël GIRAUD, Jean GLAVANY, Daniel GOLDBERG, Marc GOUA, Élisabeth GUIGOU, David HABIB, Danièle HOFFMAN-RISPAL, François HOLLANDE, Françoise IMBERT, Serge JANQUIN, Henri JIBRAYEL, Régis JUANICO, Armand JUNG, Marietta KARAMANLI, Jean-Pierre KUCHEIDA, Jérôme LAMBERT, Jack LANG, Jean-Yves LE BOUILLONNEC, Jean-Marie LE GUEN, Annick LE LOCH, Bruno LE ROUX, Marylise LEBRANCHU, Catherine LEMORTON, Bernard LESTERLIN, Serge LETCHIMY, Michel LIEBGOTT, Martine LIGNIÈRES-CASSOU, Albert LIKUVALU, François LONCLE, Jean MALLOT, Jeanny MARC, Marie-Lou MARCEL, Jean-René MARSAC, Philippe MARTIN, Martine MARTINEL, Frédérique MASSAT, Gilbert MATHON, Didier MATHUS, Sandrine MAZETIER, Michel MÉNARD, Kléber MESQUIDA, Jean MICHEL, Philippe NAUCHE, Henri NAYROU, Alain NÉRI, Marie-Renée OGET, George PAU-LANGEVIN, Germinal PEIRO, Jean-Luc PÉRAT, Marie-Françoise PÉROL-DUMONT, Martine PINVILLE, Philippe PLISSON, Catherine QUÉRÉ, Jean-Jack QUEYRANNE, Dominique RAIMBOURG, Marie-Line REYNAUD, Alain RODET, Marcel ROGEMONT, Bernard ROMAN, Gwendal ROUILLARD, Michel SAINTE-MARIE, Michel SAPIN, Odile SAUGUES, Christiane TAUBIRA, Marisol TOURAINE, Philippe TOURTELIER, Jean-Jacques URVOAS, Daniel VAILLANT, Jacques VALAX, Manuel VALLS, Michel VAUZELLE, Jean-Michel VILLAUMÉ und Philippe VUILQUE.

DER VERFASSUNGSRAT,

Unter Bezugnahme auf die Verfassung;

Unter Bezugnahme auf die geänderte gesetzesvertretende Verordnung Nr. 58-1067 vom 7. November 1958, Verfassungsergänzungsgesetz über den Verfassungsrat;

Unter Bezugnahme auf das Gesetz Nr. 2010-1563 vom 16. Dezember 2010 über die Neuordnung der Gebietskörperschaften, in Verbindung mit der Entscheidung des Verfassungsrates Nr. 2010-618 DC vom 9. Dezember 2010;

Unter Bezugnahme auf die Stellungnahme der Regierung, eingetragen am 17. Juni 2011;

Nachdem der Berichterstatter gehört worden ist;

1. In Erwägung dessen, dass die antragstellenden Abgeordneten dem Verfassungsrat das Gesetz zur Festlegung der Anzahl der Gebietsräte in jedem Departement und jeder Region zur Prüfung vorlegen; dass sie die Verfassungsmäßigkeit des Verfahrens in Frage stellen, nach dem das Gesetz verabschiedet wurde; dass sie ebenfalls vortragen, dieses Gesetzes verstoße gegen den Grundsatz der Wahlgleichheit;

2. In Erwägung dessen, dass, nach Auffassung der Antragsteller, der ursprüngliche Gesetzentwurf, in Anbetracht seines Gegenstandes, unter Missachtung der Vorschrift des Artikels 39 Absatz 2 der Verfassung zuerst in der Nationalversammlung eingebracht worden sei;

3. In Erwägung dessen, dass der letzte Satz von Absatz 2 von Artikel 39 der Verfassung lautet: „ Unbeschadet des ersten Absatzes von Artikel 44 werden die Gesetzentwürfe, die in erster Linie den Aufbau der Gebietskörperschaften betreffen, zuerst dem Senat vorgelegt “;

4. In Erwägung dessen, dass der beim Präsidium der Nationalversammlung als erster befasster Kammer eingebrachte Gesetzentwurf ausschließlich zum Gegenstand hatte, die Anzahl der Gebietsräte festzulegen, welche die beschließende Versammlung in jedem Departement und jeder Region bilden sollen; dass zu den Vorschriften über den Aufbau der Gebietskörperschaften auch diejenigen zur Festlegung der Anzahl der Mitglieder der beschließenden Versammlung einer Gebietskörperschaft zählen; dass damit der Gesetzentwurf, aus welchem das zur Prüfung vorgelegte Gesetz hervorgegangen ist, zu Unrecht nicht zuerst im Senat eingebracht worden ist; dass das Gesetz infolgedessen nach einem verfassungswidrigen Verfahren verabschiedet wurde; dass, ohne dass Anlass bestünde, die weitere Rüge zu prüfen, das zur Prüfung vorgelegte Gesetz für verfassungswidrig erklärt werden muss,

ENTSCHEIDET :

Artikel 1 – Das Gesetz zur Festlegung der Anzahl der Gebietsräte in jedem Departement und jeder Region ist verfassungswidrig.

Artikel 2 – Diese Entscheidung wird im Amtsblatt der Französischen Republik veröffentlicht.

Beschlossen durch den Verfassungsrat in seiner Sitzung vom 23. Juni 2011, an der teilgenommen haben die Damen und Herren Jean-Louis DEBRÉ, Präsident, Jacques BARROT, Claire BAZY MALAURIE, Guy CANIVET, Michel CHARASSE, Renaud DENOIX de SAINT MARC, Jacqueline de GUILLENCHMIDT, Hubert HAENEL und Pierre STEINMETZ.